Von Fast Fashion zu bewusster Mode: Ein Blick auf BREDDY'S
Fast Fashion: Wenn Nachhaltigkeit auf Konsumverhalten trifft
Fast Fashion ist längst mehr als ein Begriff aus der Modeindustrie. Sie ist Teil unseres Alltags. Günstige Preise, ständig neue Kollektionen und eine hohe Verfügbarkeit machen es einfach, schnell etwas Neues zu kaufen. Gleichzeitig wissen wir inzwischen sehr genau, dass dieses Modell ökologische und soziale Kosten mit sich bringt.
Warum funktioniert Fast Fashion also weiterhin so gut?
Eine Antwort darauf liegt in der Kombination aus Preis, Verfügbarkeit und Bedürfnisbefriedigung. Fast Fashion funktioniert ein Stück weit wie Fast Food: schnell verfügbar, günstig und auf ein kurzfristiges Bedürfnis ausgerichtet. Dazu kommt ein ständig wechselndes Angebot, das den Eindruck vermittelt, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt.
Kleidung ist dabei längst nicht nur ein Gebrauchsgegenstand. Sie kann Ausdruck der eigenen Persönlichkeit sein, Zugehörigkeit vermitteln oder als Statussymbol funktionieren. Gerade für jüngere Konsumentinnen und Konsumenten spielt es eine Rolle, mit aktuellen Trends Schritt zu halten. Fast-Fashion-Anbieter bedienen dieses Bedürfnis mit immer kürzeren Produktzyklen.
Auch die Sichtbarkeit spielt eine entscheidende Rolle. Während Fast-Fashion-Marken in nahezu jeder größeren Einkaufsstraße präsent sind, sind nachhaltigere Alternativen häufig weniger sichtbar. Wer bewusster einkaufen möchte, muss sich oft gezielt informieren, recherchieren und mit der Frage auseinandersetzen, welchen Nachhaltigkeitsversprechen tatsächlich zu vertrauen ist.
Gleichzeitig darf man nicht vergessen: Die Auswirkungen der Textilproduktion finden für europäische Konsumentinnen und Konsumenten größtenteils weit entfernt statt. Was in der Lieferkette passiert, ist im Alltag kaum sichtbar. Nach dem Kauf verschwindet das Produkt im Kleiderschrank und damit auch ein großer Teil seiner Entstehungsgeschichte.
Das macht die Transformation der Branche komplex. Denn nachhaltiger Konsum lässt sich nicht allein durch die Forderung nach bewussteren Konsumentinnen und Konsumenten erreichen. Auch Unternehmen müssen ihre Produkte, Mengen, Materialien und Lieferketten neu denken. Und genau hier stellt sich eine interessante Frage:
Wie kann ein Kleidungsstück aussehen, das nicht nur ein anderes Material verwendet, sondern auch anders produziert und auf dem Markt funktioniert?
Ein kleiner Schritt zur Antwort dieser Frage:
Mit unserer eigenen Marke BREDDY'S möchten wir solche Ansätze nicht nur diskutieren, sondern praktisch ausprobieren.
Unsere neuen Herrenhosen entstehen bewusst in kleinen Mengen und mit einer möglichst nachvollziehbaren europäischen Wertschöpfungskette. Der Stoff basiert auf Rizinus, wird in Italien und Schweden hergestellt und anschließend in Portugal konfektioniert.
Dabei geht es uns nicht nur um das Material oder den Produktionsort. Über die Jahre haben wir die Erfahrung gemacht, dass unsere Hosen von ganz unterschiedlichen Menschen getragen werden. Von Menschen die viel reisen über den Büroalltag bis hin zu Naturliebhabern. Beim Radfahren, beim Spaziergang oder unterwegs in der Stadt bewährt sich das Material aufgrund der Atmungsaktivität und Schmutzunempfindlichkeit.
Genau diese Vielseitigkeit war auch bei der Entwicklung der neuen Modelle wichtig. Eine Hose, die im beruflichen Umfeld funktioniert, sich aber nicht darauf beschränkt. Eine Hose, die morgens im Büro getragen werden kann und am Nachmittag genauso selbstverständlich im Alltag.
Damit greifen wir eine zentrale Frage aus der Diskussion um Fast Fashion auf: Brauchen wir tatsächlich immer mehr einzelne Kleidungsstücke oder sollten wir mehr Wert darauf legen, dass die Produkte, die wir kaufen, vielseitig eingesetzt und häufig getragen werden?
Auch die bewusst begrenzte Produktionsmenge gehört zu diesem Gedanken. Nachhaltigere Mode bedeutet nicht nur, ein anderes Material auszuwählen. Es geht ebenso darum, wie viel produziert wird und ob diese Menge tatsächlich der Nachfrage entspricht.
BREDDY'S ist damit kein fertiges Gegenmodell zur Fast Fashion. Es ist unser Versuch, einige der Fragen, die uns in der Textilbranche beschäftigen, selbst praktisch auszuprobieren.
Weniger produzieren. Bewusster entscheiden. Und Kleidung entwickeln, die mehr als einen Anlass kennt.
Die neuen BREDDY'S Hosen sind ab sofort in begrenzter Menge erhältlich.